17924 km: Sofiane Sehilis Trans Eurasia Bike Check.

Sofiane Sehili hat in den letzten Wochen Schlagzeilen gemacht, nachdem sein Versuch, den TransEurasia-Radrekord aufzustellen, mit einem Aufenthalt in einem russischen Gefängnis endete. Trotz seiner Schwierigkeiten mit dem Gesetz wegen eines illegalen Grenzübertritts und des anschließenden Scheiterns, den Rekord zu brechen, unternahm er dennoch eine epische Reise über 2 Kontinente, 17 Länder, 9 Zeitzonen und legte dabei 17.924 km zurück.
 
Welches Fahrrad und welche Ausrüstung sind also nötig, um eine solche Herausforderung anzunehmen? Wir haben uns mit Sofiane getroffen, um es herauszufinden.

„Als Basis für das Bike diente mir der Bombtrack Hook EXT Titanium Rahmen. Er ist leicht, robust und bietet genau den Fahrkomfort, für den Titan bekannt ist – perfekt für so eine lange Reise. Kombiniert habe ich das Ganze mit einer Shimano GRX Di2 2-fach-Gruppe; das Setup hat mich noch nie im Stich gelassen und war deshalb meine erste Wahl für den Rekordversuch. Bei den Laufrädern wollte ich etwas Schnelles, da ich überwiegend auf der Straße unterwegs war, aber sie mussten stabil genug für schlechte Pisten und gelegentliche Offroad-Passagen sein. Die HUNT Limitless Adventure waren ideal: Sie bieten einen Aero-Vorteil und sind gleichzeitig robust genug für die Strapazen eines solchen Langstrecken-Trips. Außerdem harmonierten sie perfekt mit meinen 38 mm Rene Herse Barlow Pass Reifen.“

Überlebenskampf in Zentralasien

„Mechanisch lief alles glatt – bis zu diesem Beinahe-Zusammenstoß mit einem Auto in Kasachstan. Ein Außenspiegel erwischte mich und ich stürzte schwer. Mein linker Schalthebel wurde dabei so stark beschädigt, dass weder die Vorderbremse noch der Umwerfer funktionierten. Ich hatte zwar Ersatzteile bestellt, aber die hingen im Zoll fest. Also musste ich den Rest der Reise auf dem kleinen Kettenblatt und mit nur einer Bremse fortsetzen.“

„Abgesehen von den Sturzschäden hielt mein Tubeless-Vorderreifen die Luft nicht mehr. Zwei Wochen lang habe ich Unmengen an Zeit damit verschwendet, Schläuche zu flicken, bis ich endlich Ersatz auftreiben konnte. Die Laufräder hingegen waren absolut tadellos – sie laufen trotz der gewaltigen Distanz immer noch butterweich und zentriert. Sogar Kette und Kassette haben die gesamte Reise durchgehalten.“

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