Hinweis: KI-generierte Übersetzung
Stefan Hähnel ist ein in Berlin lebender Fotograf und Radfahrer, der dort aufblüht, wo der Asphalt endet. Stefan ist sowohl hinter der Linse als auch in den Drops eine Doppelbedrohung und dokumentiert nicht nur das Leid, sondern lebt es auch. Frisch aus dem Hohen Atlas bringt er uns einen visuellen und persönlichen Bericht über Eis, Wind und die unerwartete Wärme des diesjährigen Atlas Mountain Race.
Text und Bilder von Stefan Hähnel
Sechs Stunden Regen, gefolgt von frischen –7° und einer ordentlichen Menge Schnee auf 2.600 Metern Höhe beim Überqueren des Hohen Atlas. Nicht nur die Straßen waren mit Eis bedeckt – auch meine Kleidung und Schuhe waren steif von einer dicken Schicht davon. Die erste Nacht des diesjährigen Atlas Mountain Race war etwas Besonderes. Aber es war nicht der härteste Teil der Reise.
Als die Sonne am ersten Tag aufging, kam starker Gegenwind auf. Die Elemente entzogen allen früh im Rennen viel Energie. Als ich nach knapp 24 Stunden den ersten Kontrollpunkt erreichte, fühlte ich mich krank und schwach. Also traf ich eine Entscheidung: ein früher Stopp, etwas zu essen, eine Dusche und sechs Stunden sanfte Ruhe. Das half mir, mich zu erholen, aber ich hatte immer noch das Bedürfnis, meinem Körper während des restlichen Rennens mehr Schlaf und Pausen für richtiges Essen zu gönnen – um einen Zusammenbruch zu vermeiden und sicherzustellen, dass ich die Ziellinie mit dem Fahrrad erreichen konnte.
Als ich um 22 Uhr CP1 verließ, hoffte ich auf eine ruhige Nacht, doch der Wind kehrte zurück, noch stärker als zuvor. Windböen von über 100 km/h sind wirklich kein Spaß, wenn man auf losen Offroad-Strecken fährt. Oft musste ich das Fahrrad schieben. Dreimal hat mich der Wind vom Weg geblasen; zum Glück bin ich nicht gestürzt. So etwas habe ich noch nie auf dem Fahrrad erlebt. Der Sonnenaufgang auf einem hohen, abgelegenen Plateau war unglaublich schön, aber ich konnte ihn nicht wirklich genießen, weil der Wind immer noch blies. Und er ließ den Rest des Tages nicht nach. Tagsüber fiel es mir mental leichter, mit diesen Bedingungen umzugehen, aber der Fortschritt war langsam und gering.
