Daniel Gathof’s next mission: Rwanda Epic 2025 & the work that matters even more.

For most people, a bike is just a bike. For Daniel Gathof, it has been the thread running through almost every chapter of his life. If you’ve ever met him at a marathon race, a coaching session, or one of his talks, you know the energy he brings: calm on the outside, all heart on the inside. Two decades in the sport, countless race wins, and still he rides like someone who fell in love with mountain biking yesterday.


And now he’s packing his bags again — not just with gear for the Rwanda Epic 2025, but with something heavier: purpose.

Photo Credit Don Ailinger

Das Rwanda Epic ist kein gewöhnliches Etappenrennen. Ruandas ‚Land der tausend Hügel‘ schenkt einem keinen einzigen Kilometer. Die Anstiege sind steil, die Landschaft ist wild, die Luft erfüllt von rotem Staub und einer ganz eigenen Intensität. Es ist die Art von Rennen, bei der man sehr schnell begreift, warum man wirklich hier ist.


Daniel weiß genau, was diese Tage im Sattel ihm abverlangen werden. Aber er weiß auch, dass dieser Trip nur sehr wenig mit seiner persönlichen Leistung, Zwischenzeiten oder Podestplätzen zu tun hat. Das Rennen ist nur ein Teil der Geschichte – das Tor zu dem, was danach kommt.


In den letzten Jahren hat sich Daniel intensiv bei Shift Up for Rwanda engagiert. Das Herzstück dieser gemeinnützigen Organisation ist eine einfache, aber starke Idee: Fahrräder als Werkzeug zu nutzen, um jungen Ruandern echte Chancen zu ermöglichen – nicht nur im Sport, sondern für ihr ganzes Leben.

Die Wurzeln des Projekts führen zurück zu Florent Nsengumuremyi, der beim Völkermord von 1994 fast seine gesamte Familie verlor. Das Fahrrad wurde für ihn zum Weg nach vorn – ein Neuanfang. Diese Geschichte hat Daniel nie losgelassen, und heute arbeiten er und sein Team dafür, dass andere Kinder dieselbe Chance bekommen.


Hier fließen Bildung, Ausbildung und Sport ineinander. Junge Fahrer erhalten Fahrräder und Ausrüstung, die sie sich niemals leisten könnten. Aber sie bekommen noch mehr: eine Perspektive – durch Schule, Berufsausbildung und eine echte Zukunft.


Eines der beeindruckendsten Beispiele ist Banzi Bukhari. Vor ein paar Jahren ging er kaum zur Schule. Heute macht er eine Ausbildung zum Fahrradmechaniker, fährt an der Spitze der lokalen MTB-Szene mit und entwickelt sich rasant zum stärksten Fahrer der Region. Er ist ein Talent, das man sich in ein paar Jahren bei Rennen in Europa vorstellen kann – vorausgesetzt, das Unterstützungssystem um ihn herum wächst weiter.

Daniel reist also nicht einfach nur mit Koffern. Er reist mit Kisten voller Ersatzteile, Kleidung und Laufradsätzen – alles eigenhändig verpackt und in dem Wissen, dass jedes einzelne Teil darüber entscheidet, ob ein Fahrrad rollt oder nur in der Ecke steht. Er wird sie den Kindern und Jugendlichen in der Akademie persönlich übergeben. Manche von ihnen tauchen dort mit komplett abgefahrenen Reifen auf und mit Rahmen, die nur noch von einem bisschen Draht zusammengehalten werden. Ein funktionstüchtiger Laufradsatz ist da keine kleine Geste – er ist die Eintrittskarte zum Training, zu Rennen und zu einer Gemeinschaft.


Denn allein schafft das niemand. Jedes Jahr springen Fahrer, Marken, Mechaniker und Freunde des Sports ein, um zu helfen – mit einem Ersatz-Schaltwerk, einem alten Rahmen, der ein zweites Leben verdient hat, oder mit fünfzig Euro, die in Ruanda mehr bewirken, als wir uns vorstellen können.


Falls du selbst noch Ausrüstung in Kisten verstaut hast – Teile, die du nicht mehr benutzt, oder Laufräder, die noch absolut rund laufen: Dort können sie einen echten Unterschied machen. Und wenn du die finanziellen Mittel hast, das Projekt zu unterstützen: Shift Up erklärt auf seiner Website alles ganz genau, auf Deutsch und Englisch. Jeder Beitrag hilft dabei, dieses Projekt weiter wachsen zu lassen.


Doch was dieses Projekt in Ruanda bewirkt, ist viel bedeutender: Es ist eine echte Perspektive. Die Chance für Kinder, einfach Rad zu fahren. Die Chance für junge Erwachsene, ein Handwerk zu lernen. Und die Chance für den Radsport, dort Wurzeln zu schlagen.