Daniel reist also nicht einfach nur mit Koffern. Er reist mit Kisten voller Ersatzteile, Kleidung und Laufradsätzen – alles eigenhändig verpackt und in dem Wissen, dass jedes einzelne Teil darüber entscheidet, ob ein Fahrrad rollt oder nur in der Ecke steht. Er wird sie den Kindern und Jugendlichen in der Akademie persönlich übergeben. Manche von ihnen tauchen dort mit komplett abgefahrenen Reifen auf und mit Rahmen, die nur noch von einem bisschen Draht zusammengehalten werden. Ein funktionstüchtiger Laufradsatz ist da keine kleine Geste – er ist die Eintrittskarte zum Training, zu Rennen und zu einer Gemeinschaft.
Denn allein schafft das niemand. Jedes Jahr springen Fahrer, Marken, Mechaniker und Freunde des Sports ein, um zu helfen – mit einem Ersatz-Schaltwerk, einem alten Rahmen, der ein zweites Leben verdient hat, oder mit fünfzig Euro, die in Ruanda mehr bewirken, als wir uns vorstellen können.
Falls du selbst noch Ausrüstung in Kisten verstaut hast – Teile, die du nicht mehr benutzt, oder Laufräder, die noch absolut rund laufen: Dort können sie einen echten Unterschied machen. Und wenn du die finanziellen Mittel hast, das Projekt zu unterstützen: Shift Up erklärt auf seiner Website alles ganz genau, auf Deutsch und Englisch. Jeder Beitrag hilft dabei, dieses Projekt weiter wachsen zu lassen.
Doch was dieses Projekt in Ruanda bewirkt, ist viel bedeutender: Es ist eine echte Perspektive. Die Chance für Kinder, einfach Rad zu fahren. Die Chance für junge Erwachsene, ein Handwerk zu lernen. Und die Chance für den Radsport, dort Wurzeln zu schlagen.