Gravel World Champs with Chris McNamara.
Rider Experience Manager, Simon McNamara, made the trip to Holland as top pit crew for his twin brother, Chris, who was competing in the 50-55 category at the recent Gravel World Championships.
Here's what Chris had to say about Gravel World Champs in Maastricht.
Das Rennen kam zwar erst ziemlich kurzfristig in meine Saisonplanung für dieses Jahr, aber nachdem ich einen Qualifikationslauf der World Series in Wales gewonnen hatte, erfuhr ich, dass ich dadurch einen Startplatz ganz vorne im Priority-Block bekommen würde. Als ich dann in der Woche darauf auch noch die Nationalen Meisterschaften gewann, schlug ich meinem Bruder Simon die Idee vor. Ich konnte ihn überreden, bei einem weiteren Roadtrip dabei zu sein und mich in der Tech-Zone als Support-Crew zu unterstützen.
Am Donnerstagmorgen ging es super früh los. Die Fahrt verlief völlig reibungslos bis nach Beek, wo ich mich anmeldete und meine Startnummern abholte. Danach machten wir uns an den Pre-Race-Spin, um die ersten 20 km abzufahren. Der Kurs war schnell, mit vielen 90-Grad-Kurven, nach denen man jedes Mal ordentlich antreten würde. Und obwohl die Strecke kaum Höhenmeter hatte, war klar: Der finale Anstieg 16 km vor dem Ziel würde das Rennen entscheiden.
Ich bin zum Warmfahren direkt zum Start geradelt und habe mich in die Startblöcke eingereiht – für mich schon eines der ersten Highlights des Tages. Der Start war extrem schnell, und es war ein regelrechter Kampf um die Positionen in den ersten Gravel-Abschnitten. Das hat das Feld ordentlich vorsortiert, sodass ich danach etwas vom Gas gehen konnte.
In einer schnellen Abfahrt verlor ich allerdings die Kette und musste dann am Anschlag fahren, um wieder den Anschluss nach vorne zu finden. Als sich das Feld bei etwa 45 bis 50 Fahrern einpendelte, wurde das Tempo noch einmal verschärft. Am letzten Anstieg ist das Peloton dann komplett auseinandergerissen, und zwei Fahrer konnten sich absetzen. Ich war einer sechsköpfigen Verfolgergruppe. Irgendwann sah meine Chance und bin fünf Kilometer vor dem Ziel alleine nach vorne gesprungen. Dann hieß es nur noch: Vollgas geben, damit wir nicht mehr eingeholt werden. Rückblickend habe ich dabei wohl etwas zu viel Energie investiert – ich wollte den Podiumsplatz einfach zu sehr. Bei den Attacken auf dem letzten Kilometer musste ich dann den Preis dafür zahlen...
Die Stimmung auf den letzten Metern war elektrisierend. Mich durch die Zuschauermengen zum Zielstrich zu kämpfen und am Ende Bronze zu holen, war ein unglaubliches Gefühl.
Das Event war durchweg professionell organisiert: Es gab ein beheiztes Zelt, in dem man sich den Schlamm und Staub abwaschen und bei Recovery-Snacks kurz durchatmen konnte, bevor die Siegerehrung anstand.
Als ich später auf dem Radweg durch Maastricht nach Hause rollte, realisierte ich erst, was das für ein Tag war: Es war definitiv einer der Höhepunkte meiner bisherigen Laufbahn. Dass mein Bruder an meiner Seite war und mich so unterstützt hat, macht diesen Erfolg erst komplett – ein riesiges Danke für seinen unermüdlichen Support!
