Es gibt eine Hitze, die flimmert nicht nur auf dem Asphalt, sondern brennt sich tief in die Seele ein. Wenn der alpine Hochsommer das Veltlin in einen goldenen Ofen verwandelt, verschwimmen die Grenzen zwischen physischer Agonie und purer Ekstase. Für die zehnte, monumentale Ausgabe des legendären MOGAST-Events ist unsere Dresden-Crew um Carsten und Paul wieder einmal nach Tirano aufgebrochen. Ihr Ziel: kein geringeres als die heilige Dreifaltigkeit des Radsports – Mortirolo, Gavia und das Stilfser Joch. Doch dieses Jahr forderte die Pässe einen völlig neuen Tribut. Die Sonne brütete unbarmherzig über den Gipfeln, die Luft stand zäh in den steinernen Schluchten, und jeder Pedaltritt wurde zu einem stummen Kampf gegen die Hitze. Und doch, genau inmitten dieses flüssigen Asphalts und des brennenden Schmerzes in den Lungen, entfaltete sich das eigentliche Wunder von MOGAST.
