Ben Frederick: Presence.

It’s 5am on a Monday and my cats are staring at me like I’ve lost it. I’ve been up for an hour, not because of any rise-and-grind heroics, but because jet lag is real. And strangely, that exhaustion at 4pm and wide-awake feeling before sunrise is its own kind of privilege. I’m only dealing with it because last week I lined up for a UCI World Cup in Tábor, and tomorrow I get back on a plane to race another one in Sardinia. At 36 years old, I get to do this. Somewhere between “unexpected” and “everything I’ve worked for,” you’ll find me—Ben Frederick—trying to keep up.

I didn’t come into the sport early. I raced my first bike at 20, my first cyclocross race at 22, and earned my first UCI points at 24. The dream was simple: be a professional cyclist, get on planes, compete with the best in the world. That dream nearly ended in 2016 when a routine training ride turned into a traumatic brain injury and a long fight with my mental health. I stepped away from the sport for almost four years and emerged a completely different person. Out of that experience came The Small Monsters Project, a nonprofit I started to remove the stigma around mental health—our “monsters.” (There’s a short film about that journey HERE.)

Spulen wir vor zum letzten Jahr: Da hatte ich diesen kühnen Plan: Ab nach Europa, gegen die Weltspitze racen und – tja – zumindest nicht überrundet werden. Keine Träume von Podestplätzen oder Ruhm – einfach nur nicht aus dem Rennen genommen werden. Und das alles, während ich einen Vollzeitjob jongliere und versuche, ein passabler Partner und Katzen-Papa zu sein. Es war der Trip meines Lebens (die Doku-Serie dazu gibt esHIER). Ich kam nach Hause mit dem Gedanken, dass das mein Moment war – dass es vielleicht an der Zeit wäre, den Elite-Radsport hinter mir zu lassen. Doch die Wahrheit ist: Ein Teil von mir ist immer noch dieser 24-Jährige, der das Gefühl hat, kurz vor dem Durchbruch zu stehen. Loszulassen war schwerer als dranzubleiben, also machte ich mit den kleinen Dingen weiter: Mentaltraining, physisches Training, die Routine. Nur für den Fall.

Dann, dreizehn Tage vor dem Weltcup in Tábor, kam die E-Mail: Ich war nominiert worden. Ich hatte nicht geplant, dorthin zu fahren. Um ehrlich zu sein, hatte ich Angst – Angst davor, mich zu blamieren oder nicht dazuzugehören. Aber die Menschen um mich herum erinnerten mich daran, warum ich das alles überhaupt angefangen hatte. Und so buchte ich einen spontanen Flug nach Tschechien für einen weiteren ‚Trip meines Lebens‘.

Es war gleichermaßen chaotisch, stressig, wunderschön und tief bewegend. Die Fluggesellschaft hat meine Fahrräder verloren. Wir sind dann irgendwie bei einem lokalen Bahnrennen auf einem winzigen 158-Meter-Velodrom gelandet. Wir erkundeten Prag zu Fuß. Und dann kam mein Rennen – ohne große Erwartungen, einfach nur mit dem Ziel, jeden einzelnen Tritt in die Pedale als Moment für sich zu genießen. Als ich die Glocke zur letzten Runde hörte und realisierte, dass ich in der Führungsrunde ins Ziel kommen würde, musste ich einfach lachen, obwohl ich komplett am Ende war. All die Jahre Arbeit, die Rückschläge, das ständige Dranbleiben – das alles hat mir diesen Moment ermöglicht, den nur ganz wenige Athleten erleben dürfen. Jetlag inklusive.

Morgen sitze ich schon wieder im Flieger. Die Saison biegt auf die Zielgerade ein – nur noch zwei Rennen. Erst Sardinien, dann nächste Woche die US-Meisterschaften in Fayetteville. Mit Sardinien verbinde ich bittersüße Erinnerungen: Letztes Jahr habe ich mein Herz an die Insel und die Leute dort verloren, aber der Weltcup wurde im letzten Moment wegen eines Sturms abgeblasen. Diesmal gehe ich die Sache an wie in Tábor: keine Erwartungen, ich will nichts erzwingen. Einfach nur präsent sein. Dankbarkeit spüren. Und mich voll auf das ganze chaotische, aber wunderschöne Leben als Weltcup-Profi einlassen.

Auch wenn es morgens um fünf ist. Auch wenn die Katzen völlig verwirrt sind. Auch wenn mich der Spagat, den dieses Leben verlangt, manchmal völlig fertig macht. Denn hinter all dem – der Logistik, dem Stress, dem Geld und den Zweifeln – steckt eine einfache Wahrheit: Es ist ein Privileg, und ich weiß jede Sekunde davon zu schätzen.

Ben fährt im Rennen auf HUNT 30 Carbon CX Tubular Laufrädern; im Training und im Rennen setzt er auf die HUNT 34_34 Aerodynamicist Carbon. Ihr findet ihn auf Instagram, YouTube und in seinem Podcast ‚Cyclocross Chats‘.

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