Starting in Sweden.

Why I started my Cyclocross season in Sweden - Xan Crees
October marks the start of the cycle-cross season with the return of televised races. For myself, this meant it was time to head out to Sweden for my first taste of international racing this year.

Now typically Belgium is the homeland of cyclocross with the majority of the big series such as the X20 Troffee Series and World Cup races being held in the land of beer and frites. Belgium is fierce racing, and you will often find yourself on the start line with the current and previous World Champions. Which makes Sweden seem like a rogue choice when Belgium is much closer to the UK. Yet it was such a perfect place to start my international season. On occasion it’s nice to challenge yourself in a strong field where results aren’t a given, but a possibility. I find these races incredibly exciting.

In diesem Jahr war Schweden Schauplatz gleich zweier Doppel-UCI-Wochenenden – das erste in Täby bei Stockholm, das zweite in Varberg nahe Göteborg.

Und so fand ich mich mal wieder auf irgendeiner Wiese an der Startlinie eines UCI-Rennens wieder, Schulter an Schulter mit Profis, die alle auf den ersten Saisonsieg brannten. Die Nerven lagen blank. Nichts ist vergleichbar mit diesem Adrenalinkick, wenn der Kommissär die letzten 30 Sekunden bis zum Start herunterzählt. In diesem Moment fühlte ich mich bereit. Der Startpfiff ertönte. Wir jagten über den Asphalt der Startgeraden, bogen in die erste Kurve – und plötzlich lag ich auf der Seite. Einem Fahrer hinter mir war der Reifen von der Felge gesprungen und er hatte mich und ein paar andere mit abgeräumt. Ein kurzer Check am Rad, dann war ich wieder auf den Beinen und im Sattel. In solchen Situationen verfällt man leicht in Panik. Ein Sturz so früh im Rennen wirft dich im Handumdrehen von ganz vorne bis ans Ende des Feldes. Bis ich wieder Tempo aufnehmen konnte, war ich von Platz 2 auf 15 zurückgefallen.

Bei dem Tempo, das auf dem Kurs gefahren wurde, war ich mir nicht sicher, ob ich die Spitze jemals wiedersehen würde. Ich spürte, wie Panik aufkam – das Gefühl, dass das Rennen schon gelaufen sei. Doch als ich anfing, Fahrer um Fahrer einzuholen und mich im Feld nach vorne arbeitete, fand ich meinen Rhythmus und fuhr deutlich flüssiger. Am Ende der vierten Runde hatte ich mich bis auf Platz 2 vorgekämpft. Tag 2 verlief zum Glück deutlich entspannter. Die Strecke war extrem trocken, daher entschied ich mich an beiden Tagen für den Schwalbe G-One RS (ein Sandreifen) auf meinen 34_34 Aerodynamicist-Laufrädern. Das schien aufzugehen, denn ich fuhr zwei zweite Plätze ein.

Eigentlich bin ich nach Schweden gefahren, um Ergebnisse zu liefern – am Ende fühlte sich der Trip aber eher wie ein Urlaub mit Freunden an, bei dem wir nebenbei noch ein paar Rennen bestritten haben. Begleitet haben mich Dan Clark (Technical Product Manager hier bei HUNT), meine Partnerin, meine Schwester und eine weitere Fahrerin aus Dans Team Magspeed. Da die Cross-Saison von September bis Februar geht und man locker über 30 Rennen fährt, kann es schnell hektisch werden. Für mich ist so ein Trip mit Freunden eine echter Tapentenwechsel – einfach mal die Erfahrung aufsaugen und den Moment genießen. Wir haben die Zeit in Stockholm voll ausgekostet, inklusive eines Ausflugs in die Innenstadt und einer entspannten Kaffee-Runde zur Regeneration.

Mitte der Woche machten wir uns auf den Weg nach Varberg und genossen die Aussicht rund um den Vätternsee. Die Gegend dort bietet fantastische Gravel-Strecken, was wir natürlich voll ausgenutzt haben.

Die zweite Rennwoche kam schneller als gedacht: Ein technischer Kurs mit kniffligen Anstiegen, Brücken und sogar Sandpassagen – ein Kurs, der wirklich alles zu bieten hatte! Da die Strecke trocken blieb, entschied ich mich trotz der technischen Passagen für mein bewährtes Setup auf den 34_34 Aerodynamicist-Laufrädern.

Das Rennen der Frauen war an der Spitze extrem eng. Am ersten Tag konnte sich trotz zahlreicher Attacken niemand entscheidend absetzen – die Fünfergruppe ließ sich einfach nicht auseinanderziehen. Am Ende kam es zum Sprint. Weil ich mich in der letzten Runde bei der Positionierung total verzockt hatte, verpasste ich den Anschluss und rollte als Fünfte über die Linie. Einerseits wusste ich, dass das ein solides Ergebnis in diesem internationalen Feld war, andererseits wollte ich einfach mehr. Mit einer ordentlichen Portion Frust im Bauch war ich fest entschlossen, dass der zweite Tag anders laufen würde.

Der Sonntag kam, und ehe ich mich versah, stand ich wieder an der Startlinie. Diesmal gab ich von Anfang an Vollgas. Gleich nach dem Start habe ich voll durchgezogen. In der ersten Runde betrug der Vorsprung nur ein paar Sekunden, aber ich wollte unbedingt vorne bleiben. Mit jeder Runde wuchs der Abstand, bis ich ganze 30 Sekunden Vorsprung hatte. Gegen Ende des Rennens konnte ich sehen, wie sich die Verfolgerinnen gegenseitig attackierten und mein Vorsprung schrumpfte. Ich biss noch einmal die Zähne zusammen, fest entschlossen, als Erste ins Ziel zu kommen. Und es hat sich ausgezahlt: Ich überquerte die Ziellinie als Erste und konnte zum ersten Mal in dieser Saison beim Sieg die Arme hochreißen.

Richtig genossen habe ich auch die Zeit abseits der Rennen – die Fahrten zur Strecke und zurück, genau wie unsere hart umkämpften Kartenabende. Mit Dan als Teamkollegen konnte ich jedes Rennen direkt im Anschluss analysieren. Ein echtes Highlight: Wir haben unterwegs sogar einen Elch gesehen! Ich war wirklich beeindruckt, wie riesig diese Tiere in echt sind.

Ich fahre mit unzähligen tollen Erinnerungen im Gepäck nach Hause und bin extrem gespannt auf alles, was der Rest der Saison noch bringt.

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